(Ost)deutsche Familiengeschichte(n) - Workshop zur biografischen Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Shoah

Der BildungsBausteine e.V. bietet einen Wochenendworkshop zur biografischen Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Shoah an. Anmeldeschluss: 22.08.21.

Ort

FMP1 Franz-Mehring-Platz 1 | 10243 Berlin-Friedrichshain

Veranstalter
Bildungsbausteine e.V.

Termine
Fr, 27.08.2021 - So, 29.08.2021

Nach 1945 geborenen nichtjüdischen Deutschen fällt es meist schwer, die in der Familie erzählten Geschichten über die Vergangenheit mit den Fakten übereinzubringen, die in Schule und Medien vermittelt werden. In ostdeutschen Familien wirkt zudem der Umgang der DDR mit der NS-Vergangenheit nach, die allein das »Finanzkapital« für den Nationalsozialismus verantwortlich machte und sich so von der Verantwortung für die Geschichte freisprach. Eine Auseinandersetzung mit der aktiven und passiven Beteiligung der (ost-)deutschen Bevölkerung an den nationalsozialistischen Verbrechen wurde dadurch vermieden. Doch auch nach 1989/90 wurde (und wird) in den meisten (ost-)deutschen Familien weiter über die NS-Vergangenheit geschwiegen – vor allem, wenn sie damals nicht zu den Verfolgten gehörten. Dieses Schweigen prägt die nachfolgenden Generationen in Ost und West bis heute nachhaltig. Im Rahmen des Workshops bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, sich gemeinsam mit der eigenen Familiengeschichte und ihrer Tradierung auseinanderzusetzen – unabhängig davon, um was für eine Geschichte es sich dabei handelt. Ein besonderer Fokus soll auf ostdeutschen Familienbiografien liegen.

Anmeldungen erfolgen per Mail unter: ssnnhrmsbldngsbstnrg

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts "Bewegte Vielfalt in Berlin" statt, das von der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung und der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS) gefördert wird.

 
 

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Obentrautstraße 55 | 10963 Berlin
Tel: 030 - 284 70 19 10

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