Mit der wachsenden Präsenz extrem rechter Kräfte nimmt die Intensität von politischen Einflussnahmeversuchen zu. Infragestellungen von parteilichen Arbeitsansätzen, Forderungen nach ‚Neutralität‘, Vorwürfe von Indoktrination sowie Druck durch Entwürfe autoritärer Jugendpolitiken beschäftigen Fachkräfte in der gesamten Jugendhilfe. Diese Interventionen sind meist weder rechtlich noch fachlich fundiert. Oft stehen sie im Widerspruch zu den demokratischen und menschenrechtlichen Prinzipien sozialpädagogischer Arbeit. Trotzdem sind Fachkräfte in verschiedenen Arbeitsfeldern mit der Erwartung konfrontiert, ihre Arbeit immer wieder zu erklären, zu verteidigen und Infragestellungen und Angriffe abzuwehren.
Leitungs- und Steuerungsverantwortliche sind hier in besonderem Maße gefordert, Transparenz und Sicherheit herzustellen, um fachliche Handlungsspielräume aufrechtzuerhalten. Im Seminar fokussieren wir daher, wie aktuelle Herausforderungen vor allem in der Jugendarbeit Druck erzeugen und welche Unsicherheiten dabei entstehen können. Mit Bezug auf rechtliche und professionspolitische Grundlagen werden Positionierungen eruiert und gemeinsam Argumentationen für eine politisch positionierte Jugendhilfe erarbeitet.
- Austausch zu aktuellen politischen Interventionen in der Jugendarbeit
- Beschäftigung mit fachlichen und fachpolitischen Positionierungsmöglichkeiten auch in Fachbehörden
- Einblick in Expertisen zu rechtlichen Möglichkeitsräumen in der Jugendhilfe
- Austausch und Diskussion von Möglichkeitsräumen und Herausforderungen in der Jugendarbeit konkret mit Blick auf die Rolle der Jugendämter
Die Seminargebühr beträgt 20 EUR/Seminartag und 30 EUR/Fachtag inklusive Mittagessen.
Anmeldeschluss ist der 04.05.2026.
Weitere Informationen, sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf dem Anmelde-Portal des Instituts.



