Offene Kinder- und Jugendarbeit richtet sich an alle jungen Menschen. In der Praxis kommen jedoch vor allem Kinder und Jugendliche aus Armutsverhältnissen. Als nichtkommerzielle Orte bieten Einrichtungen ihnen Zugang zu Freizeit, Kultur, Kunst, Sport, Spiel und politischer Bildung – Angebote, die sonst oft unerschwinglich wären. Damit können Bedürfnisse und Problemlagen armer Kinder und Jugendlicher in einem niedrigschwelligen Rahmen wahrgenommen, analysiert und bearbeitet werden.
Die Fortbildung vermittelt einen Überblick über Ausmaß, Ursachen und Folgen von Jugendarmut. Darauf aufbauend werden pädagogische und politische Implikationen beleuchtet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Herausforderungen für die sozialarbeiterische Praxis: Was bedeutet es für Fachkräfte, wenn Kinder und Jugendliche mit armutsbedingtem Hunger oder anderen Bedarfen in Einrichtungen kommen?
Darüber hinaus werden fachliche Konzepte wie armutssensibles Handeln und Klassismuskritik vorgestellt und kritisch reflektiert. Ziel ist es, gemeinsam konkrete Handlungsmöglichkeiten und Konsequenzen für eine reflektierte Fachlichkeit und ein politisches Engagement zu entwickeln.
Inhalte der Fortbildung:
- Überblick über Ausmaß, Ursachen und Folgen von Jugendarmut
- Analyse pädagogischer und politischer Implikationen
- Erfahrungsaustausch zu sozialarbeiterischen Herausforderungen
- Reflexion von Konzepten wie Armutssensibles Handeln und Klassismuskritik
- Entwicklung von Handlungsmöglichkeiten für Praxis, Fachpolitik und Reflexion
Anmeldeschluss ist der 07.05.2026.
Die Seminargebühr beträgt 20 EUR/Seminartag und 30 EUR/Fachtag inklusive Mittagessen.
Weitere Informationen, sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf dem Anmelde-Portal des Instituts.




