Am 21. Januar 2026 findet in Berlin die Diskussionsveranstaltung „Institutioneller Antiziganismus in Berlin: Erscheinungsformen und Erfahrungen aus der Bildungsarbeit“ statt. Sie ist Teil der Reihe „Politische Bildung in der postmigrantischen Gesellschaft“.
Grundlage der Veranstaltung sind die langjährigen Dokumentationen der Dokumentationsstelle Antiziganismus – DOSTA/MIA Berlin, die seit über zehn Jahren antiziganistische Vorfälle in der Hauptstadt erfasst. Besonders häufig treten Diskriminierungen in den Bereichen Behördenkontakt und Bildung auf. Vorgestellt wird, wie sich institutioneller Antiziganismus etwa durch routinemäßige Praktiken, behördliche Vorgaben und strukturelle Ausschlüsse äußert.
Neben der Analyse werden Maßnahmen thematisiert, die in Berlin bereits ergriffen wurden, um institutionellem Antiziganismus entgegenzuwirken. Anhand konkreter Beispiele, darunter die Wissenskampagne RomaDay der Hildegard Lagrenne Stiftung, werden zugleich bestehende Herausforderungen sichtbar gemacht.
Den inhaltlichen Impuls geben Alina Voinea, Ansprechperson des Landes Berlin zu Antiziganismus, und Sara Paßqualivon der Hildegard Lagrenne Stiftung. Moderiert wird die Diskussion von Prof. Dr. Sabine Achour (Freie Universität Berlin) und Thomas Gill (Berliner Landeszentrale für politische Bildung).
Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte der politischen Bildung, der Jugend- und Bildungsarbeit sowie an weitere Interessierte. Ziel ist es, institutionellen Antiziganismus sichtbar zu machen, Handlungsspielräume zu diskutieren und die Rolle politischer Bildung in der postmigrantischen Gesellschaft kritisch zu reflektieren.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und kann unabhängig der Teilnahme an den anderen Veranstaltungen der Programmreihe besucht werden. Eine vorherige Anmeldung ist über dieses Formular erforderlich.
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie in der Einladung zur Veranstaltung auf der Webseite der Berliner Landeszentrale für politische Bildung.

