In Zeiten gesellschaftlicher Verunsicherung gewinnen einfache Erklärungen, klare Feindbilder und autoritäre Ordnungsvorstellungen an Attraktivität. Rechtsextreme Akteurinnen und Akteure knüpfen gezielt an diese Bedürfnisse an und haben ihre Mobilisierung in den vergangenen Jahren deutlich intensiviert. Sie nutzen CSD-Veranstaltungen dabei zunehmend als strategische Bühne: sichtbar, provokativ und gewaltbereit.
Queerfeindliche Narrative wirken nicht nur ausgrenzend, sondern bereiten den Boden für Hasskriminalität. Abwertende Sprache, die Infragestellung queerer Existenz und die Delegitimierung von Gleichberechtigung tragen zur Normalisierung von Gewalt bei. Beleidigungen, Bedrohungen und körperliche Angriffe stehen oft am Ende eines Prozesses, in dem menschenfeindliche Weltbilder über längere Zeit verfestigt und legitimiert wurden. Queerfeindlichkeit stellt somit eine ganz konkrete, alltägliche Bedrohung für queere Menschen und deren Schutzräume dar.
Auf dem Fachtag werden Fragen behandelt, wie:
Wie haben sich queerfeindliche Ideologie und Mobilisierung im rechtsextremen Spektrum in den letzten Jahren verändert?
Wie werden queerfeindlich motivierte Straftaten erfasst und welche Lücken bestehen in der Dunkelziffer?
Wie erleben Einsatzkräfte und Behörden die veränderte Sicherheitslage rund um queere Veranstaltungen?
Und was können politische Bildung und Prävention diesen Dynamiken entgegensetzen?
Weitere Informationen, sowie den Link zur Anmeldung finden Sie auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung.




