Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in der BRD und der DDR unterschied sich in vielerlei Hinsicht. Doch in beiden deutschen Staaten wurde in den meisten Familien über die aktive und passive Beteiligung an den nationalsozialistischen Verbrechen geschwiegen. Dieses Schweigen prägt die nachfolgenden Generationen bis heute.
Auch in vielen Familien von NS-Verfolgten wurde die Vergangenheit beschwiegen, wenn auch aus völlig anderen Gründen. Unabhängig davon, ob die Überlebenden über ihre Verfolgungsgeschichte sprachen oder nicht, wurde das Trauma an die Nachfahren weitergegeben und hat sich auf vielfältige Weise in deren Leben niedergeschlagen.
Im Rahmen des Workshops von BildungsBausteine e.V. b soll die Möglichkeit gegeben werden, sich mit der eigenen Familiengeschichte auseinanderzusetzen – egal, um was für eine Geschichte es sich handelt. Gemeinsam soll die bisherige Beschäftigung mit der Familienbiografie reflektiert werden, sich auf Gespräche mit Angehörigen vorbereitet werden und Tipps geteilt werden für die Recherche in Archiven.
Programm
Freitag, 18.00 – 20.30 Uhr: Einstieg ins Thema anhand eines autobiografischen Dokumentarfilms
Samstag 10.00 – 18.30 Uhr: Selbstreflexive Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte
Sonntag 10.00 – 16.00 Uhr: Familieninterviews und Archiv-Recherche
Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung bis zum 11.06. per Mail an bewegte-vielfalt@bildungsbausteine.org.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website von www.bildungsbausteine.org/projekte/bewegte-vielfalt/familiengeschichten.

