Die Veranstaltungsreihe „nexus.dialog“ widmet sich der Frage, wie Radikalisierung und extremistische Weltbilder im Jugend- und jungen Erwachsenenalter entstehen können. Im Fokus steht die Adoleszenz als vulnerable Lebensphase, in der emotionale Umbrüche, Identitätssuche, traumatische Erfahrungen sowie das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Sinn eine besondere Rolle spielen können. Diese Stufe der Persönlichkeitsentwicklung ist häufig geprägt von Krisen, Unsicherheiten und existenziellen Fragen, wodurch extremistische Ideologien und Gruppenzugehörigkeiten als vermeintliche Bewältigungsstrategien an Bedeutung gewinnen können.
Die Veranstaltungsreihe beleuchtet Radikalisierungsprozesse in der Adoleszenz aus psychologischer, psychosozialer und gesellschaftlicher Perspektive. Thematisiert werden sowohl individuelle Faktoren (z. B. Trauma, Selbstwert, emotionale Belastungen) als auch soziale Dynamiken (z. B. Zugehörigkeit, Isolation, ideologische Gruppen). Im Rahmen von Online-Veranstaltungen werden fachliche Impulse durch Vorträge gesetzt und anschließend in praxisnahen Diskussionen gemeinsam vertieft.
Das Angebot richtet sich an Fachkräfte aus der psychosozialen Beratung, Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit, Pädagogik, Psychotherapie, sozialen Arbeit, Sicherheitsbehörden und Zivilgesellschaft.
- 19.01.2026 | Trauma und Moral Injury in der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit
- 16.03.2026 | Selbstwert und Ungleichwertigkeit: Zur Rolle von negativen Selbst- und Fremdwahrnehmungen bei Radikalisierungsprozessen
- 19.05.2026 | Paranoid geprägte Innenwelten: Zur Psychologie von Verschwörungsdenken und -ideologien in extremistischen Szenen
- 29.06.2026 | Sinnsuche und Transzendenz: Zum Umgang mit existenziellen Krisen in Beratung und Therapie
Weitere Termine bis Ende 2026 sind in Planung. Mehr Informationen, sowie der Link zur kostenlosen Anmeldung, befinden sich auf der Webseite des nexus-Beratungsnetzwerks.

