In der alltäglichen, pädagogischen Arbeit ist die (Selbst-)Reflexion zu Körper- und Gesundheitsnormen Voraussetzung für einen sensiblen und respektvollen Umgang mit den unterschiedlichen Körpern und Bedürfnissen von Jugendlichen. Kinder und Jugendliche werden täglich mit Idealvorstellungen davon konfrontiert, welche Körper in unserer Gesellschaft als ‚richtig‘ oder ‚falsch‘, ‚gesund‘ oder ‚ungesund‘, ’schön‘ oder ‚hässlich‘ gelten. Die Darstellung von Menschen, die nicht den gesellschaftlichen Normen von Schönheit, Schlankheit und Gesundheit entsprechen, ist in den Medien, im Alltag und im Gesundheitsbereich häufig stereotyp. Dicke Kinder und Jugendliche kommen selten als selbstbewusste Akteure/-innen oder Vorbilder vor, eher dienen sie als gesundheitliche ‚Abschreckung‘.
Diese Fortbildung dient nicht nur der kritischen Auseinandersetzung mit Normvorstellungen, sondern soll auch Lust darauf machen, in den Institutionen Angebote zu schaffen, die körpergewichtsbezogene (und damit verbundene) Diskriminierung mitdenken und die Jugendliche in ihrer körperlichen Entwicklung und Selbstbestimmung unterstützen.
Methoden: biographisches Arbeiten, Brainstorming, Diskussion in Klein- und Großgruppen, Vortrag mit Fragerunde, lösungsorientierte Strategiearbeit in Kleingruppen.


