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Fortbildung: Intersektional gegen Antisemitismus und Rassismus

01.07.2026 um 9:00 - 17:00, 10623 Berlin - Weitere Informationen & Anmeldung

Was sind Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Wechselwirkungen zwischen Debatten über Antisemitismus und Rassismus? Die Fortbildung der Berliner Landeszentrale für politische Bildung am 01. und 02. Juni bietet Raum, zentrale Fragen zu klären, die Zusammenhänge zu verstehen und praxisnahe Ansätze für eine intersektionale Bildungsarbeit zu entwickeln. Die Teilnahme ist kostenlos.

Veranstaltungsort

Debatten über Rassismus und Antisemitismus werden in den letzten Jahren sowohl im öffentlichen als auch in pädagogischen Räumen zunehmend polarisierend geführt. Damit verbundene Themen wie der Israel-Palästina-Konflikt, das Gedenken an die Shoah und an Kolonialismus oder das Verhältnis von Antisemitismus und Rassismus zueinander haben große Sprengkraft und rufen starke Emotionen hervor, insbesondere in Gruppen mit heterogenen biographischen Zugängen, Perspektiven und Positioniertheiten.

Wer sich pädagogisch gegen Rassismus und/oder Antisemitismus engagieren möchte, sieht sich deswegen nicht erst seit dem antisemitischen Massaker am 7. Oktober 2023 und dem seither andauernden Krieg in Gaza mit einer Vielzahl von Fragen und Herausforderungen konfrontiert: Was sind Antisemitismus und Rassismus überhaupt? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede kennzeichnen sie? Welche Interdependenzen gibt es und wie stark sind beide Gewaltverhältnisse eigentlich miteinander verwoben? Wie können wir diesen Ungleichheitsverhältnissen pädagogisch begegnen, durch Antisemitismus und/oder Rassismus Betroffenene schützen und stärken und zugleich weit verbreiteten Konkurrenz- und Entweder-Oder-Annahmen entgegenwirken? Welche Umgangsweisen mit der oftmals hohen Emotionalität im Themenfeld haben sich bisher als hilfreich erwiesen?

In der zweitägigen Fortbildung sollen gemeinsam Handlungsansätze der pädagogischen Arbeit gegen Antisemitismus und Rassismus erarbeitet werden, die beiden Diskriminierungen in ihren Gemeinsamkeiten, Besonderheiten und intersektionalen Bezügen gerecht werden und dabei verbindend wirken, statt Trennungen und Ausschlüsse zu (re-)produzieren. Die Fortbildung ist inhaltlich darauf ausgerichtet, Lernprozesse hinsichtlich Haltung, Wissen und Methodik/Didaktik zu ermöglichen und dadurch bei den Teilnehmenden zu mehr pädagogischer Handlungssicherheit gegen Rassismus und Antisemitismus beizutragen.

Diese Fortbildung wird in Kooperation mit dem BildungsBausteine-Projekt „as_ra – Intersektional gegen Rassismus und Antisemitismus“ durchgeführt.

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist auf der Website der Berliner Landeszentrale für politische Bildung möglich.

Kontakt
Berliner Landeszentrale für politische Bildung
Ansprechperson: Thomas Gill
E-Mail: thomas.gill@senbjf.berlin.de
Tel.: (030) 90227 4961
Web: www.berlin.de/politische-bildung

Quelle: https://www.berlin.de/veranstaltungen/intersektional-gegen-antisemitismus-und-rassismus.php (24.04.2026)