Von der Reaktion zur Aktion: Diskursstrategien gegen Rechtspopulismus

08.05.2019

Für den Aufstieg rechtspopulistischer Kräfte in westlichen Demokratien gibt es Ursachen und Instrumente, die zu ihrem Erstarken geführt haben. Der gesellschaftliche Kontext, wie etwa Wirtschafts- und Währungskrisen, Migrationsbewegungen oder soziale Ungleichheit, ist eine notwendige, aber noch keine hinreichende Bedingung für den Aufwind des Rechtspopulismus.

Erst durch ihr strategisches Agieren in öffentlichen Debatten gelingt es ihnen, Diskurse zu verschieben und in der Folge Politik zu verändern. Nicht mittels Mehrheiten in Parlamenten, sondern mit Hoheit über die Debatte. Populist_innen kommunizieren und inszenieren auf eine Weise, die perfekt mit medialen Auswahl- und Darstellungslogiken korrespondiert. Dabei brechen sie bewusst demokratische Konventionen und leben von der permanenten Beschwörung ihrer Feindbilder.

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